Wachsender Frust über lieblose Kündigungen im Job

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt verschärft sich spürbar, was zu einer Zunahme der Entlassungen in den vergangenen zwei Jahren führt. Laut dem aktuellen Kündigungsreport 2026 erlebten fast ein Drittel der Beschäftigten in den letzten fünf Jahren eine berufliche Trennung. Fast die Hälfte all dieser arbeitgeberseitigen Kündigungen entfiel dabei konzentriert auf die Jahre 2024 und 2025. Als Hauptursache nennen die Betriebe meist betriebsbedingte Gründe, gefolgt von allgemeinem Stellenabbau und strategischen Neuausrichtungen. Auffällig ist zudem die rasant wachsende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz, durch die immer mehr Arbeitsplätze schlicht überflüssig werden. Besonders stark von der Entlassungswelle betroffen sind aktuell kleine und mittlere Unternehmen. Neben dem Jobverlust an sich sorgt vor allem die Art und Weise der Trennung für erhebliche Frustration bei den Gekündigten. Viele Kündigungsgespräche werden von den Führungskräften extrem kurz, unpersönlich und oft rein digital abgewickelt. Mehr als jeder fünfte Betroffene erhält die Nachricht sogar ausschließlich auf dem schriftlichen Postweg. Ein Großteil der Angestellten kritisiert deshalb einen akuten Mangel an Respekt, Empathie und Wertschätzung in diesen entscheidenden Gesprächen. Zudem beklagen viele Befragte, dass sie die Kündigungsgründe nicht nachvollziehen können oder gar keine Erklärung erhalten.

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