Verträge sind die Grundlage fairer und stabiler Arbeitsbeziehungen. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), bei dem eine ehemalige Führungskraft vertraglich zugesichertes Ruhegeld erhielt, obwohl das Ergebnis in der Öffentlichkeit als ungerecht empfunden wurde. Gerade solche Fälle zeigen, wie wichtig Verlässlichkeit und Rechtssicherheit bei vertraglichen Zusagen sind. Wenn Arbeitgeber Zusagen machen, schaffen sie Vertrauen und ermöglichen Beschäftigten eine verlässliche Lebensplanung.
Gerade im Arbeitsrecht ist Vertragstreue besonders wichtig, da Arbeitnehmer strukturell oft in einer schwächeren Position sind. Hält ein Arbeitgeber seine Vereinbarungen nicht ein, entstehen Unsicherheit, finanzielle Nachteile und ein Vertrauensverlust. Deshalb ist es richtig, dass Arbeitgeber an geschlossene Verträge gebunden sind, auch wenn dies später als unbequem oder teuer empfunden wird.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Arbeit des Betriebsrats, der die Interessen der Beschäftigten bei der Ausgestaltung von Verträgen vertritt. Durch die Mitbestimmung des Betriebsrats werden Verträge transparenter, ausgewogener und rechtssicherer. Nur durch Verlässlichkeit, Mitbestimmung und Vertragstreue kann langfristig Vertrauen in die Arbeitswelt bestehen.
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