Kommentar der Partner@Atos Betriebsräte zur Betriebsversammlung vom 27.09.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

direkt im Nachgang zur heutigen Betriebsversammlung haben uns viele Kommentare per Mail, Telefon oder auf anderen Wegen erreicht. Kommentare vor allem zum Vortrag der IG Metall. Die Kommentare haben uns gezeigt, dass ein großer Teil der Belegschaft offensichtlich „überrascht“ und „entsetzt“ war und die Äußerungen als „unverschämt“ und „polemisch“ empfand. In der Tat waren auch wir überrascht und erstaunt, was die Vertreterin der Gewerkschaft zu berichten hatte.

Überrascht von der Aussage, dass die Gewerkschaft gegen ihre eigenen Mitglieder ein Untersuchungsverfahren zur Feststellung von gewerkschaftsschädigendem Verhalten einleiten will mit dem Ziel diese Mitarbeiter aus der Gewerkschaft auszuschließen. Das vermeintlich gewerkschaftsschädigende Verhalten äußert sich durch die Kandidatur der einzelnen Mitglieder auf einer Liste zur Betriebsratswahl, die nicht eine IG-Metall-Liste, sondern eine freie und unabhängige Liste ist. Dass die Gewerkschaft bei Kollegen, die ehrenamtlich für das Amt des Betriebsrates kandidieren ein gewerkschaftsschädigendes Verhalten sieht, hat uns überrascht.

Weiterhin überrascht haben uns die Aussagen von Fr. Möller zur Arbeit und zum Verhalten der Betriebsräte auf unserer partner@Atos-Liste.

Fr. Möller hat überhaupt keinerlei Kontakt zu den Partner@Atos-Betriebsräten, sie war in keiner BR-Sitzung anwesend, in keiner Ausschuss-Sitzung, in keinem Gespräch und in keiner Verhandlung zwischen Betriebsrat und Betriebsleitung involviert. Insofern waren wir überrascht, dass sie Aussagen zur Arbeit, zur Integrität und zur Intention der Partner@Atos-Betriebsräte trifft.

Nächstes Jahr sind Betriebsratswahlen, der Wahlkampf ist eröffnet, das bedeutet für uns aber NICHT, dass wir Kollegen, die sich auf anderen Liste als unserer zur Wahl stellen, diskreditieren. Das ist nicht unser Stil und wir gingen bis heute davon aus, dass es auch nicht  der Stil unserer Mitbewerber ist.

Unsere Standpunkte:

  • Wir vertreten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Betrieb, egal ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht.
  • Wir machen keine Politik, wir kümmern uns um die anfallenden Arbeiten.
  • Wir sind  keiner Gewerkschaft, keiner Organisation, niemandem verpflichtet, wir treffen Entscheidungen nach unserem Wissen und Gewissen.
  • Wir erhalten keinerlei finanzielle oder andere Zuwendungen, alle Ausgaben auch in Zusammenhang mit Wahlwerbung oder unserer Homepage bestreiten wir aus unseren eigenen privaten Taschen.
  • Wir machen niemandem Angst und bedrohen niemand mit Ausschluss oder Sanktionen.
  • Wir beschimpfen niemanden als Wachhund oder Gangster, der mit dem Arbeitgeber kuschelt.
  • Wir stellen keine Behauptungen auf, die nicht der Wahrheit entsprechen.
  • Wir wollen mit unserem Wissen und unserer Arbeit überzeugen und nicht mit der Diskreditierung anderer.
  • Wir wollen mit unseren Kenntnissen und Fähigkeiten überzeugen und dazu beitragen, dass es in Fürth für Atos eine Zukunft gibt.

Die Zeiten und die anstehenden Veränderungen sind schwer genug und wir haben genügend Sachthemen zu bewältigen. Statt mit haltlosen Beschuldigungen zu arbeiten, sollten wir zusammenstehen und unsere Kolleginnen und  Kollegen gemeinsam auf dem steinigen Weg unterstützen.