{"id":2345,"date":"2025-12-04T07:00:37","date_gmt":"2025-12-04T06:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.partner-atos.de\/?p=2345"},"modified":"2026-03-19T00:46:24","modified_gmt":"2026-03-18T23:46:24","slug":"krankmelden-im-job-was-beschaeftigte-wissen-muessen-plus-tipps-unterstuetzung-vom-betriebsrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.partner-atos.de\/?p=2345","title":{"rendered":"Krankmelden im Job: Was Besch\u00e4ftigte wissen m\u00fcssen &#8211; Plus: Tipps &amp; Unterst\u00fctzung vom Betriebsrat"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn die Gesundheit nicht mitspielt, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte schnell handeln: Eine Krankmeldung ist Pflicht, sobald man merkt, dass man arbeitsunf\u00e4hig ist. Dabei schreibt das Gesetz keine feste Form vor \u2013 ob Sie telefonisch, per E-Mail oder \u00fcber einen Messenger informieren, bleibt Ihnen \u00fcberlassen. Wichtig ist nur: Der Arbeitgeber muss sofort erfahren, dass Sie heute nicht arbeiten k\u00f6nnen und wie lange Sie voraussichtlich ausfallen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wann brauche ich eine Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung (AU)?<\/strong><br>Dauert die Krankheit l\u00e4nger als drei Kalendertage, m\u00fcssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine \u00e4rztliche AU vorlegen. Einige Arbeitgeber verlangen die Bescheinigung allerdings bereits ab dem ersten Tag \u2013 das d\u00fcrfen sie. Wer unsicher ist, sollte einen Blick in den Arbeitsvertrag oder die Betriebsvereinbarungen werfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Tipp des Betriebsrats:<br>Betriebsr\u00e4te achten darauf, dass Attestpflichten fair bleiben. Wenn ein Arbeitgeber h\u00e4ufig AUs ab Tag 1 verlangt, kann der Betriebsrat pr\u00fcfen, ob das verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig ist und gegebenenfalls eine kollektiv geregelte L\u00f6sung verhandeln.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was passiert mit meinem Gehalt, wenn ich krank bin?<\/strong><br>W\u00e4hrend der ersten sechs Wochen einer Erkrankung zahlt der Arbeitgeber den Lohn weiter \u2013 die sogenannte Entgeltfortzahlung. Danach \u00fcbernimmt die Krankenkasse und zahlt Krankengeld.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hinweis des Betriebsrats:<br>Wer l\u00e4nger krank ist, sollte sich fr\u00fchzeitig beraten lassen. Betriebsr\u00e4te k\u00f6nnen begleiten, etwa bei Gespr\u00e4chen zum betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie oft darf ich eigentlich krank sein?<\/strong><br>Gesetzlich gibt es keine Obergrenze an Krankheitstagen. H\u00e4ufige Krankmeldungen m\u00fcssen nicht automatisch ein Problem sein \u2013 krank ist man, wenn man krank ist. Dennoch haben Arbeitgeber nat\u00fcrlich ein Interesse an planbarer Personaleinsatzplanung. Im Regelfall gelten Fehlzeiten bis etwa sechs Wochen pro Jahr als unkritisch. \u00dcberschreiten Besch\u00e4ftigte diesen Rahmen regelm\u00e4\u00dfig oder f\u00e4llt jemand durch viele kurze Erkrankungen auf, kann das zu Gespr\u00e4chen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Betriebsrat r\u00e4t:<br>&#8211; Notieren Sie sich Ihre eigenen Fehlzeiten, um den \u00dcberblick zu behalten.<br>&#8211; Sollte der Arbeitgeber Kritik \u00e4u\u00dfern, haben Sie das Recht, einen Betriebsrat hinzu zu ziehen.<br>&#8211; Der Betriebsrat kann zudem pr\u00fcfen, ob im Unternehmen ein Fehlzeitenmanagement existiert \u2013 und ob dieses rechtskonform umgesetzt wird.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kann ich wegen Krankheit gek\u00fcndigt werden?<\/strong><br>Ja \u2013 aber nur in Ausnahmef\u00e4llen. F\u00fcr eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung m\u00fcssen mehrere Bedingungen erf\u00fcllt sein:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Negative Gesundheitsprognose: Es ist damit zu rechnen, dass die Person weiterhin h\u00e4ufig oder lange ausf\u00e4llt.<br>2. Beeintr\u00e4chtigung des Betriebs: Die Fehlzeiten f\u00fchren zu erheblichen St\u00f6rungen, etwa hohen Kosten oder organisatorischen Problemen.<br>3. Interessenabw\u00e4gung: Eine K\u00fcndigung darf kein unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Schritt sein, etwa wenn der Arbeitgeber nicht vorher ein BEM angeboten hat.<\/p>\n\n\n\n<p><em>So unterst\u00fctzt der Betriebsrat in solchen F\u00e4llen:<br>&#8211; Er wird vor jeder K\u00fcndigung angeh\u00f6rt und kann Bedenken anmelden.<br>&#8211; Er kann Hinweise geben, ob der Arbeitgeber seine Pflichten erf\u00fcllt hat.<br>&#8211; Er begleitet Besch\u00e4ftigte bei Gespr\u00e4chen oder vermittelt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit:<\/strong><br>Krankwerden ist menschlich \u2013 und gesetzlich gut abgesichert. Wer sich korrekt krankmeldet und seine Pflichten kennt, hat nichts zu bef\u00fcrchten. Und wenn Unsicherheiten auftreten, gilt: Der Betriebsrat ist an Ihrer Seite, um Interessen zu wahren, Konflikte zu l\u00f6sen und f\u00fcr faire Regeln im Unternehmen zu sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besuche uns auch auf LinkedIn.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/christoph-dorn-ba1888263\/recent-activity\/all\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"30\" height=\"31\" src=\"https:\/\/www.partner-atos.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/LinkedIn-Logo-30x30-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1973\" style=\"width:42px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Gesundheit nicht mitspielt, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte schnell handeln: Eine Krankmeldung ist Pflicht, sobald man merkt, dass man arbeitsunf\u00e4hig ist. 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