Die PiB

Informationen zu Partner@Atos

Warum beteiligen wir uns an der Betriebsratsarbeit ?

  • Weil uns alle Kolleginnen und Kollegen an unseren Standorten wichtig sind.
  • Weil wir mit euch als Kollegen und Kolleginnen zusammenarbeiten und eure Sorgen und Nöte verstehen und auch nachvollziehen können.
  • Weil wir anstehende Veränderungen und unsere gemeinsame Zukunft aktiv mit euch gestalten wollen.

 

Wo setzen wir unsere Schwerpunkte und Interessen?  

  • Sicherung und Erhalt unserer Arbeitsplätze an den heutigen Standorten

Der Erhalt und die Sicherung unserer Arbeitsplätze an unseren Standorten in Franken stehen für uns im Vordergrund. Eine Bündelung von „Ressourcen“ an anderen zentralen Stellen führt meist schnell zum Abbau von Arbeitsplätzen. Wir sind der Meinung, dass die Mitarbeiter/innen bisher einen mehr als „guten Job“ gemacht haben und dass es genügend Potential und Möglichkeiten an unseren heutigen Standorten gibt, um die Mitarbeiter/innen einzusetzen und zu beschäftigen. Auch das Thema „Offshore“ ist hier für uns ein großes Thema, welches es „richtig“ zu gestalten gilt.

  •  Beibehaltung und Verbesserung der Betriebsvereinbarungen

Die geschlossenen, lokal gültigen Betriebsvereinbarungen (BVen), z.B. Wochenarbeitszeit, Rufbereitschaftsregelung oder Betriebsferien, sind wichtig und müssen nach unserer Meinung beibehalten, besser noch ausgebaut werden. In diesen BVen ist z.B.  geregelt, ob es eine Pauschale für Mehrarbeit und Rufbereitschaft gibt, ob wir weiterhin Gleitzeit am Standort haben werden, oder wie z.B. das Thema Weiterbildung konkret behandelt wird.

Für die exAIS werden und wurden bundesweit geltende Regelungen, die sogenannten Gesamtbetriebsratsvereinbarungen (GBVen), verhandelt und umgesetzt. Auch bei der AIT ist dies der Fall. AIS und AIT unterscheiden sind in den bestehenden GBVen z.T. erheblich. Spätenstens nach dem Zusammenschluss der beiden Betriebe müssen die bestehenden GBVen harmonisiert und zusammengeführt werden. Auch alle neu zu verhandelnden GBVen müssen so gestaltet werden, dass die Mitarbeiter der exAIS keinesfalls benachteiligt sind. Die beiden GBR-Delegierten unserer BR-Einheit stellen sich genau dieser Herausforderung!

Übrigens: Seit 2014, dem Jahr der letzten Betriebsratswahl, haben die GBR-Delegierten der AIS etwa 220 (Pilot-)GBVen, Nachträge und Protokollnotizen für euch mit dem Arbeitgeber verhandelt und veröffentlicht, von der „Acceptable Use Policy“ bis hin zu „Zentrale DV-Verfahren“.

  • Leistungs- und aufgabengerechte Bezahlung

Auch ein(e) Mitarbeiter/in benötigt „Planungssicherheit“, denn die Lebenshaltungskosten bezahlen sich nicht von alleine. Uns ist es wichtig, dass alle Belange der Mitarbeiter/innen berücksichtigt werden. Wir haben bereits drei Umsetzungen von ERA auf ETV und RTV IT hinter uns und hierbei wurde unserer Meinung nach mehr Augenmerk auf die politischen Machtverhältnisse gelegt als auf die letztendlich Betroffenen. Nur wenn Mitarbeiter/innen weiterhin fair und gerecht bezahlt und gefördert werden, können sie auch die guten Leistungen wie bisher erbringen.  

  • Perspektiven und zielgerichtete Weiterbildung

Die aktuelle Situation der ATOS ist für viele Mitarbeiter/innen nicht mehr nachvollziehbar und es fehlt an geeigneten Maßnahmen, die Stärken der Mitarbeiter/innen ganzheitlich zu nutzen. Durch die „Portfolio-Zuordnung“ und den daraus resultierenden Wanderungslisten werden gut funktionierende Strukturen demontiert und neu zusammengesetzt, mit einem noch für den/die Mitarbeiter/in unklaren Ende. Wir wollen hier Perspektiven aufzeigen, wie sich die Mitarbeiter einbringen können.  Mitarbeiter/innen benötigen in unserem technischen Umfeld die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und zur Weiterbildung, denn gerade in der IT kommt es darauf an, welche Technologie morgen verwendet wird und wie diese dem Kunden zugänglich gemacht werden kann. 

  •  Verbesserung der Informationen zu aktuellen Veränderungen

Die Veränderungen in der ATOS betreffen uns zwar alle, aber es ist  enttäuschend, wenn man die wichtigen Infos zuerst auf dem Flurfunk oder aus der Presse bekommt. Sporadische Posts im (freiwilligen) BlueKiwi, Telefonkonferenzen, initiiert vom Management, oder eMails alleine reichen lange nicht aus. Wir wollen eine Verbesserung des Informationsflusses erreichen, indem umfassend und für die Mitarbeiter/innen verständlich und frühzeitig über die aktuelle Situation und über kommenden Veränderungen der Zukunft berichtet wird.   

  • Vermeidung von Überlastung der Kollegen und Kolleginnen

Die Anforderungen an die Mitarbeiter/innen nahmen in den letzten Jahren  kontinuierlich zu und werden durch zusätzliche Aufträge und Projekte oder gar durch schleichenden Personalabbau noch erhöht. Die heutigen technischen Kommunikationsmöglichkeiten wie z.B. Telefonkonferenzen, mobiles Arbeiten oder auch Smartphones  tragen ebenso zu dieser Verschärfung bei und können zu Überlastung führen. Wir wollen durchsetzen, dass die Mitarbeiter/innen ihre Aufgaben qualitativ hochwertig erledigen können und nicht durch Überlastung psychischen oder  physischen Schaden erleiden.

  • Fortschritt mitgestalten 

Die Weiterentwicklung des gesamten Arbeitsumfeldes, von Tools, von Methoden und Prozessen, macht auch vor uns nicht halt, „Fortschritt findet immerwährend statt und lässt sich dauerhaft nicht aufhalten“, so das Ergebnis einer Studie von Zukunftsforschern.  Eine nachvollziehbare erste Reaktion, konkret die Verweigerungshaltung oder Berührungsangst, werden Mitarbeiter und auch Betriebsräte nur temporär durchhalten können. Im schlechtesten Fall geht es vor Gericht und wird dort von unbeteiligten Dritten entschieden, nicht immer im Sinne der Belegschaft, aber immer im Sinne geltender Gesetze. Besser und nachhaltiger ist es, den Selbstläufer „Fortschritt“ sehr kritisch und mit Argusaugen zu begleiten und unsere Interessen von Beginn am mit einzubauen. Wegschauen oder hart verweigern wird uns mittel- und langfristig keinerlei Erfolg bescheren!